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„Der Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Nawalny lässt niemanden kalt. Wir danken der Bundesregierung, dass sie schnelle und unbürokratische Hilfe möglich machen konnte und sich für die Klärung des Falles einsetzt. Wir hoffen alle sehr, dass Nawalny keine bleibenden Schäden davontragen wird. Die Hintergründe der Tat sollten nun gemeinsam mit Russland umfassend und transparent aufgeklärt werden.

Nachdem die Berliner Charité eine Vergiftung des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok festgestellt hat, läuft in Deutschland eine Diskussion über mögliche Sanktionen gegen das russisch-europäische Pipelineprojekt Nord Stream 2. Der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes nimmt zu aktuellen Fragen zum Projekt Stellung.
Am 23. September startet der 17. Durchgang des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans (ZDS). 49 Stipendiaten aus Kroatien und den sechs Ländern des Westlichen Balkans absolvieren hierzu zunächst ihre Einführungswoche am Werbellinsee in Brandenburg. Kurz darauf werden sie ihre mehrmonatige Tätigkeit in über 40 Unternehmen in Deutschland aufnehmen. Die bevorstehende Ankunft des neuen Jahrgangs in Deutschland kommentiert der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes.
Gemeinsam mit dem Ost-Ausschuss hat die Kühne Logistics University (KLU) ein Osteuropastipendium für Nachwuchskräfte aus der Logistik und dem Supply Chain Management entwickelt. Das Osteuropastipendium ist ein akademisches Ausbildungsmodell für angehende Fach- und Führungskräfte aus Osteuropa, das von Mitgliedsunternehmen des Ost-Ausschusses und der Kühne Logistics University (KLU) getragen wird.
Im zweiten Quartal 2020 hatte es infolge der Abwehrmaßnahmen gegen Corona noch einen starken Rückgang des deutschen Handels mit Mittel- und Osteuropa gegeben. Die nun ausgewerteten Zahlen für den Monat Juli deuten nun auf eine weitere Erholung hin. Allerdings gibt es wachsende Sorgen bezüglich einer möglichen zweiten Corona-Welle im Herbst. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses Oliver Hermes kommentiert die neuen Zahlen und die aktuelle Entwicklung:
Mit großer Sorge blickt die deutsche Wirtschaft auf die neu aufgeflammten, bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Armenien und Aserbaidschan. Zur Befriedung des Konfliktes hatte sich 1992 eine OSZE-Minsk-Gruppe gebildet, der auch Russland und EU-Länder angehören. Eine nachhaltige Lösung am Verhandlungstisch ist jedoch nie zustande gekommen. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Oliver Hermes äußert sich zu dem aktuellen Konflikt im Kaukasus:
Vor zwei Jahren hatte die EU-Kommission angekündigt, als geoökonomisches Schwergewicht in Zentralasien aufzutreten und damit große Erwartungen in der Region geweckt. Ein Kommissionswechsel und eine Pandemie später wachsen die Zweifel, ob Brüssel tatsächlich noch bereit ist zu liefern. In Zentralasien muss sich die geoökonomische Gestaltungskraft der EU beweisen, fordert der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes anlässlich der ersten Rede des usbekischen Präsidenten vor der UNO-Generalversammlung.

Die COVID-19 Krise hat gezeigt, wie entscheidend ein gut funktionierender Gesundheitssektor und die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich sind. Diesen Themen war auch das virtuelle Treffen mit der kasachischen Regierung gewidmet, das der Ost-Ausschuss am 23. September organisierte und das unter reger Beteiligung von Vertretern aus Politik und Wirtschaft stattfand.

Nach den Präsidentschaftswahlen in Belarus am 9. August ist eine breite Protestbewegung gegen den Langzeitpräsidenten Alexandr Lukaschenko entstanden. Diese Unsicherheit schlägt sich auch in der ohnehin angeschlagenen Wirtschaft nieder und beeinträchtigt in- und ausländische Unternehmen. Während sich Lukaschenko auf seinen Machterhalt konzentriert und in diesem Zusammenhang auf die Unterstützung aus Moskau setzt, wirbt der Ost-Ausschuss für einen Dialog aller gesellschaftlichen Kräfte.
Die mittel- und südosteuropäischen Partnerländer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft dürften zu den größten Profiteuren des neuen EU-Haushalts gehören. Die aus EU-Mitteln ko-finanzierten Investitionen zählen in der Regel neben der starken Binnennachfrage sowie steigenden Exporten zu den Wachstumsmotoren in den Netto-Empfängerländern. Grund genug, die Chancen für die deutsche Wirtschaft durch den neuen Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021-2027 und den Wiederaufbaufonds (Next Generation) der EU in den Mittelpunkt eines Ost-Ausschuss-Expertengesprächs zu stellen.

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