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Der deutsche Handel mit den 29 Ländern Mittel- und Osteuropas hat seinen vorsichtigen Aufholprozess im August weiter fortgesetzt. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die der Ost-Ausschuss gerade ausgewertet hat. Im Zeitraum Januar bis August 2020 war der deutsche Warenaustausch mit der Region 39 Milliarden Euro (12,9 Prozent) niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum. In den ersten sieben Monaten 2020 hatte sich das Minus noch auf 13,7 Prozent belaufen.Im Monat August 2020 war der Handelsumsatz sogar nur noch um 6,5 Prozent niedriger als im Vorjahr.
Bereits zum dritten Mal fand am 23. Oktober das German-East European & CIS Health Forum als offizielles Side-Event zum World Health Forum statt. Die Corona-Pandemie gab in diesem Jahr eine Steilvorlage für die Veranstaltung, denn die Bedeutung der internationalen Kooperation im Gesundheitswesen ist spätestens mit dieser globalen Epidemie ins allgemeine Bewusstsein geraten.
Die abrupten Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben die Fragilität internationaler Supply-Chains und die Abhängigkeit von einzelnen Ländern und Lieferanten aufgezeigt. In vielen Unternehmen führen die aktuellen Herausforderungen zu strategischen Überlegungen, sich für die Zukunft besser und widerstandsfähiger aufzustellen. Gemeinsam möchten der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und der Ost-Ausschuss mit einer Umfrage in Erfahrung bringen, welche Maßnahmen tatsächlich realisiert werden und welche Rolle die Länder Osteuropas in dieser Umstrukturierung spielen und spielen könnten.
Stephan Kohler, einer der bekanntesten Energieexperten Deutschlands und langjähriger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Energie-Agentur dena, ist vergangenes Wochenende im Alter von 68 Jahren verstorben. Als Leiter der dena wirkte Kohler an zahlreichen Fachkonferenzen und Arbeitsgruppen des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft mit, unter anderem engagierte er sich aktiv im Arbeitskreis Russland, der Deutsch-Russischen Strategischen Arbeitsgruppe und im Petersburger Dialog.
Für den Wirtschafts- und Investitionsstandort Belarus ist es von elementarer Bedeutung, dass es jetzt schnell zu einer politischen Verständigung zwischen Demokratiebewegung und Regierung kommt. Ein friedlicher Dialogprozess zum Wohle des Landes, seiner Menschen und seiner Wirtschaft, die in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden ist, darf nicht länger hinausgezögert werden.
Die Digitalisierung schreitet auch infolge der Corona-Krise mit erhöhtem Tempo voran. Noch ist Zentralasien dabei eine der am wenigsten digital vernetzten Regionen der Welt. Aber vor allem Kasachstan und Usbekistan haben in diesem Bereich hohe Ambitionen und langfristige digitale Entwicklungsprogramme vorgestellt.
Drei Wochen nach der Delegationsreise des Ost-Ausschusses (OA) nach Kasachstan reiste der kasachische Vizeaußenminister Almas Aidarov Anfang November zum Gegenbesuch nach Deutschland, um Gespräche mit deutschen Unternehmen zu führen. Gleichzeitig wurde der Besuch für einen hybriden Runden Tisch mit den Themenschwerpunkten Maschinenbau und Rohstoffkooperation bei der Herrenknecht AG in Schwanau genutzt.
Die Amtszeit von Präsident Donald Trump hat die transatlantischen Beziehungen vor eine harte Zerreißprobe gestellt, auch im Hinblick auf unsere Zusammenarbeit mit Russland und Osteuropa. Dazu gehören die Androhung extraterritorialer Sanktionen gegen europäische Unternehmen, die Bevormundung Europas in der Energiepolitik oder amerikanische Alleingänge in Mittel- und Osteuropa und auf dem Westlichen Balkan. Wir sehen aber jetzt gute Chancen für die Rückkehr zu Kooperation und einem zivilisierten Dialog, wie er zwischen Partnern und Verbündeten üblich sein sollte."
„China und 14 asiatisch-pazifische Staaten haben mit der „Regional Comprehensive Economic Partnership“ (RCEP) das größte Freihandelsabkommen der Welt geschlossen. Die RCEP mit ihren 2,2 Milliarden Einwohnern kann ein wirtschaftliches Kraftzentrum werden, das knapp 30 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung erbringt. Bemerkenswert ist, dass das neue Abkommen Staaten mit ganz unterschiedlichen politischen Systemen wie China, Australien und Japan zusammenbringt.
„Wir appellieren dringend an die Regierungen in Polen und Ungarn, eine konstruktive Rolle bei den Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der EU und das Aufbauprogramm „Next Generation EU“ einzunehmen. Die vorgesehenen Hilfen zur Unterstützung von Wirtschaft und Unternehmen in der Corona-Krise sind angesichts der zweiten Welle der Epidemie dringender denn je. Auch deutsche Unternehmen und deren Töchter in Polen und Ungarn würden von den milliardenschweren Corona-Hilfen profitieren, um die Folgen der Pandemie für ihr Geschäft und ihre Beschäftigten abzufedern."

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