Am 16. Dezember standen im Rahmen der Eastern Partnership Business Days die Ukraine im Mittelpunkt des Interesses: Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutierten in einer Online-Konferenz über die Chancen, sich stärker an europäischen Wertschöpfungsketten zu beteiligen. Vor allem dem ukrainischen IT-Sektor, die Agrarwirtschaft und dem Maschinenbau wurden dabei ein erhebliches Entwicklungspotenzial attestiert.
Die drei Staaten des südlichen Kaukasus Armenien, Aserbaidschan und Georgien standen am 14. und 15. Dezember im Fokus der ersten beiden Eastern Partnership Business Days, die der Ost-Ausschuss zusammen mit NRW.Global Business, dem Auswärtigen Amt und der Europäischen Kommission im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft veranstaltete. Dabei standen die wirtschaftlichen Chancen einer Region im Mittelpunkt, die gerade durch den kriegerischen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan in die Schlagzeilen geraten war.
Dass spannende Wirtschaftskonferenzen auch in Zeiten von Corona möglich sind, bewies am 10. Dezember die 30. Ausgabe des Berliner Eurasischen Klubs (BEK), den der Ost-Ausschuss wieder in bewährter Kooperation mit der kasachischen Botschaft organisierte. Die Jubiläumskonferenz des BEK zum Thema „Green Deal als Chance – Wachstumsimpulse für Hightech-Rohstoffe, Erneuerbare Energien und Umwelttechnologien“ fand als hybride Veranstaltung im Berliner Hotel Adlon und online statt.
Seit 1997 versucht das Minsk Forum Brücken innerhalb der belarussischen Gesellschaft und aus der ehemaligen Sowjetrepublik heraus zu den Nachbarstaaten zu bauen. Die diesjährige 18. Ausgabe beschäftigte sich mit einem Land, das Mitten im dramatischsten Umbruch seiner jungen Geschichte steht. Zu den Rednern der zweitägigen Online-Veranstaltung gehörten führende Vertreter der Oppositionsbewegung und die Außenminister Deutschlands und Polens. Der Ost-Ausschuss organisierte das Wirtschaftspanel.
Die nachhaltige Sicherung und Förderung von Fachkräften sowie die qualitative Verbesserung der Aus- und Weiterbildung vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen, demografischen und technologischen Anforderungen der Arbeitsmärkte der Zukunft gehören zu den wichtigsten strategischen Aufgaben für Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, Bildung und Forschung. Die Aufarbeitung dieses Themenkomplexes in Hinblick auf die gemeinsamen Herausforderungen für Deutschland und Osteuropa steht ganz oben auf der Agenda des Ost-Ausschusses.
Chancen und Möglichkeiten im kirgisischen Agrarsektor standen im Mittelpunkt eines Online-Meetings, das der Ost-Ausschuss gemeinsam mit der German Agribusiness Alliance und dem kirgisischen Ministerium für Landwirtschaft sowie dem Außenministerium am 26. November organisierte. Das Meeting war bereits für Oktober geplant, musste aber aufgrund der politischen Lage in Kirgisistan verschoben werden. Unter anderem nahm der neue Landwirtschaftsminister Tilek Toktagaziev an dem Gespräch mit über 50 deutschen und kirgisischen Vertretern teil.
Im Rahmen der vom Ost-Ausschuss organisierten Online-Veranstaltungsreihe „Pushing Eastern Europe Forward“ konnten sich knapp 60 Unternehmensvertreter am 24. November über aktuelle wirtschaftliche Tendenzen in Mittel- und Osteuropa und die Vorzüge der Region als Produktionsstandort informieren. Moderiert wurde die Sitzung von Adrian Stadnicki, dem Regionaldirektor für Mittelosteuropa im Ost-Ausschuss.
Drei Wochen nach der Delegationsreise des Ost-Ausschusses (OA) nach Kasachstan reiste der kasachische Vizeaußenminister Almas Aidarov Anfang November zum Gegenbesuch nach Deutschland, um Gespräche mit deutschen Unternehmen zu führen. Gleichzeitig wurde der Besuch für einen hybriden Runden Tisch mit den Themenschwerpunkten Maschinenbau und Rohstoffkooperation bei der Herrenknecht AG in Schwanau genutzt.
Die Digitalisierung schreitet auch infolge der Corona-Krise mit erhöhtem Tempo voran. Noch ist Zentralasien dabei eine der am wenigsten digital vernetzten Regionen der Welt. Aber vor allem Kasachstan und Usbekistan haben in diesem Bereich hohe Ambitionen und langfristige digitale Entwicklungsprogramme vorgestellt.
Bereits zum dritten Mal fand am 23. Oktober das German-East European & CIS Health Forum als offizielles Side-Event zum World Health Forum statt. Die Corona-Pandemie gab in diesem Jahr eine Steilvorlage für die Veranstaltung, denn die Bedeutung der internationalen Kooperation im Gesundheitswesen ist spätestens mit dieser globalen Epidemie ins allgemeine Bewusstsein geraten.
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